Folge 47: Polyglott:
Sprachenlernen

Wir sprechen über das Sprachenlernen unter verschiedenen Perspektiven. Es geht um verschiedene Methoden, Strategien und Hilfsmittel (on- und offline) – und natürlich auch allgemein um Sprachenvielfalt.

Mitwirkende:

avatar maha paypal Icon flattr: 1337kultur Icon

Eckdaten:

Länge: 3:42:58
Shownoter: Freiwillige Helfer auf shownot.es

Shownotes:

Die Zeitangaben sind nur ein ungefährer Anhaltspunkt wegen des Vorspanns und einiger kleinerer Schnitte. Daran wird noch gearbeitet.

Sprachenlernen

49:30:32
  • Tandem
  • Polyglotclub
  • Phonetik
  • Tonsprachen
  • Pro-drop-Sprachen
  • „Fehler machen ist gut.“
  • Pro-Drop <http://de.wikipedia.org/wiki/Pro-Drop
  • http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/ba/EuropeProDropLanguages.png>
  • Creative-Commons Kinderbücher Portugiesisch
  • Projekt Gutenberg
  • Viaje com a Cris
  • duolinguo.com

Pidgin-, Kreolsprachen, Sprachrekonstruktion

50:20:54
  • Esperanto

Sprachvereinheitlichung, Schrift

50:51:52

9 Gedanken zu „Folge 47: Polyglott:
Sprachenlernen“

  1. Zum Thema “Portugiesisch”: Ich war im September 2014 in Brasilien. In der Schriftsprache unterscheidet man “Obrigado” (männlich) und “Obrigada” (weiblich). In der gesprochenen Sprache hörte ich keinen Unterschied. In der gesprochenen Sprache ist das “-o” oder “-a” nicht wahrnehmbar. Das “-a” und “-o” hört sich eher an, wie das Ende von “spreche”.

  2. Meine These zum Niederländischen: Ich komme aus dem Rheinland und hatte für mich immer das Gefühl, dass sich das Niederländische mir besonders gut erschließt, wenn ich es als eine Mischung aus Plattdeutsch und Englisch betrachte – also mir z.B. beim “Dank u well” das u (als you) und das well über das Englische erkläre. Vielleicht handelt es sich also u.a. um ein Generationenphänomen bei den Befragten, die in ihrer Schulzeit noch nicht so intensiv an das Englische herangeführt wurden.

  3. Hallo, Danke für die schöne Sendung.

    Als “überbrechen” wird in und um Aachen (ich dachte im gesammten Rheinland) das bezeichnet was man sonst “durchbrechen” benennt.

    Meines Wissens hat das Japanische sehr viele Wörter für die erste Person singular, die sich nach Geschlecht und vorallem Status unterscheiden.

  4. Terve Martin, teilweise doch ganz interssant, danke dafür. Könntest du vielleicht nochmal den Titel des »Assimil-Theaterstücks« dazuschreiben? Gibt’s das auch auf Deutsch (klar, gerade sowas lässt sich nicht übersetzen, aber vielleicht konzeptuell übernehmen)? Grüße, Stefan

    PS: Kleine Kritik, ich empfand gerade bei der Artikulation von Einzellauten die Essgeräusche als störend 😉 Und Laute sollten auch so benannt werden und nicht mit den jeweiligen Namen für deutsche Grapheme 🙂

    1. Das Theaterstück ist sehr berühmt und daher auch in viele Sprachen übersetzt worden. Es handelt sich um La cantatrice chauve auf Deutsch Die kahle Sängerin von E. Ionesco (und andere Theaterstücke von ihm).

  5. Zum Thema Personalpronomina für “ich”: da fiel euch ein Beispiel ein, wo verschiedene “ich” unterschieden werden. Der Extremfall ist Japanisch.

    Da gibt es kulturell bedingt eine große Vielzahl verschiedener Wörter und oft noch verschiedene Abstufungen mit Infixen, je nach gesellschaftlicher Stellung des Sprechers im Verhältnis zu den Angesprochenen. Je unterwürfiger, desto mehr Infixe. Und es gibt auch geschlechtliche und soziale Unterschiede; junge Mädchen in Tokyo verwenden andere Wörter als erwachsene Männer anderswo.

    Und es gibt sogar ein besonders Wort für “ich”, dessen Verwendung einzig dem Kaiser vorbehalten ist…

  6. “Ausessen” gibt es zumindest im norddeutschen Raum auch und bedeutet das Aufessen des gesamten Inhalts eines Behältnisses, meist einer Schüssel. Auftrinken dagegen war mir unbekannt, obwohl aufessen klar und gebräuchlich ist.

  7. Vielen Dank für den Podcast – hat mich dazu inspiriert, mal wieder was für meine Sprachkenntnisse zu tun! Ich habe die DuoLingo Seite ausprobiert und bin begeistert – es geht nicht nur um Vokabeln, sondern man lernt auch grammatische Regeln mit einfachen Beispielen. Man kann sehr schnell und spielerisch die Grundlagen von etlichen Sprachen lernen (mehr Sprachen, wenn man englisch als Ausgangssprache nimmt). Ich bin jetzt zu ca 1/3 durch die Türkischlektionen durch, und kann schon sehen, dass ich eine ziemlich gute Ausgangsbasis haben werde, wenn ich fertig bin. Wenn man, wie ich, zeitlich nicht flexibel genug für Sprachkurse ist (oder sich das Geld sparen will), kann das durchaus die Anfängerlektionen ersetzen. Zumindest nach meiner momentanen Einschätzung kann man damit Tandem-fertig werden…

    Da Ihr ja einige Expertise habt und anscheinend auch mehrere Sprachen gleichzeitig lernt: ist es empfehlenswert / überhaupt machbar, zwei oder drei Sprachen gleichzeitig zu lernen? Habt ihr da Tips für?

  8. Fun Fact: “Das Syndrom des falschen Freundes bezeichnet den ungewollten Abgang von Stuhl bei der Flatulenz (sog. Falscher Freund).” [http://de.wikipedia.org/wiki/Flatulenz#Besonderheiten_.28Falsche_Freunde.29]

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